Europas Bienen geht es schlecht!
January 25th, 2011
Europas Bienen geht es schlecht!
Published on January 25th, 2011 @ 02:12:16 pm , using 368 words, 136 views
Ihr rätselhaftes Sterben bedeutet große wirtschaftliche Verluste für die EU / Rettung aus dem Labor?
Brüssel (dpa) Viele Menschen können wohl auch ohne Honig leben – doch ohne Bienen geht es nicht. die Insekten liefern nicht nur den süßen Brotaufstrich, sondern bestäuben vor allem Blüten.
Damit sichern sie die Existenz von Pflanzen und sorgen für gute Erträge der Bauern. Ohne die Tiere wäre beispielweise die Obsternte bedroht. Wenn Bienen sterben oder kränkeln, betrifft das alle, warnt die Europäische Kommission. Und genau das ist seit Jahren der Fall.
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„Der Gesundheitszustand der europäischen Bienen ist sehr, sehr besorgniserregend“, warnte Ungarns Agrarminister Sandor Fazakas beim Treffen mit Amtskollegen in Brüssel. Die Ursachen für den schlechten Gesundheitszustand der Bienen liegen nach Kommissionsangaben weitgehend im Dunkeln. Forscher nenne häufig Krankheitserreger, Vergiftungen durch Pestizide, Klimaveränderungen sowie Methoden von Imkereien.
Immer wieder wird außerdem beklagt, den hochempfindlichen Honigbienen gingen durch einseitige Landwirtschaft das Futter und die Lebensräume aus. Nun zwingt das weltweite Sterben der Pflanzen - Bestäuber, die als wichtigste Nutztiere nach Rind und Schwein gelten, die EU-Kommission zum Handeln. Um die rätselhafte Bienen-Krankheit aufzuklären, brauchte Forscher Daten aus allen EU-Bitgliedsländern und standardisiert Messmethoden.
Bis spätestens April soll in Frankreich ein sogenanntes EU-Referenzlabor zur Bienengesundheit entstehen. Wichtigste Aufgab der Forscher wird es ein, ein Pilotprogramm zur Überwachung von Bienenvölkern zu erarbeiten – auf Wunsch der Kommission bis Ende des Jahres. Auch die Industrie wurde zum Handeln aufgefordert.
Bienen und andere Bestäuber bringen der EU-Landwirtschaft jährlich 22 Milliarden Euro ein. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (NABU) schätzt, dass in Deutschland bis zu 80 Prozent aller Pflanzen von Insekten bestäubt werden müssen und ein Drittel der Weltweiten Nahrungsmittelproduktion von ihnen abhängt.
NABU-Präsident Olaf Tschimpke sagt: „Ihr weltweiter Rückgang gefährdet die Lebensmittelsicherheit und die Vielfalt an gesunden Lebensmittel.“ Laut Deutschem Imkerbund lag die Bienensterblichkeit in Deutschland 2010 bei 15 Prozent. Bei Imkereien, die nicht wissenschaftlich betreut würden, seien es sogar 30 Prozent gewesen, so Präsident Pere Maske: „Das ist sehr hoch.“ In Deutschland erregte zuletzt ein Massensterben 2001/2003 Aufmerksamkeit. Damals soll eine Milbe verantwortlich gewesen sein.
Quelle: Offenbach Post
